Ins Bett machen...

...aber richtig!

Version 2.0, 10/2006

Das Bett einzunässen, ist sozusagen der "Königsweg", mit dem eigenen Wasser zu spielen. Es ist garantiert ein "no-no", und man kann es niemand so ohne weiteres erzählen. Andererseits ist Sex im Bett, wenn man anschließend einfach schlafen kann, nun einmal das Gemütlichste. Und dann am nächsten Morgen mit wieder voller Blase in den Armen des geliebten Partners wieder zu erwachen und weiterzuspielen...

Aber unzählige Paare - und noch mehr Singles - können irgendwann keinen Fremden mehr in ihr Schlafzimmer lassen, weil der merkwürdige Geruch nicht mehr aus den Matratzen geht. Bei Paaren mag dies manchmal sogar Berechnung sein - immerhin erregt der Geruch, denn man muß ja sofort daran denken, wie er zustande gekommen ist, und außerdem schützt er ziemlich wirksam vor dem Fremdgehen eines der Partner zumindest im eigenen Bett. Bei Singles ist es aber schade, wenn das teuer gekaufte Luxusbett nur noch wie eine Latrine riecht, zumal dies selbst am Thema interessierte potentielle Partner abschrecken dürfte. Und ok, so gesund ist Ammoniak nun auch nicht, daß man ihn beim Schlafen regelmäßig in der Nase haben sollte.

Doch es ist alles nur eine Frage der Vorbereitung. Diese sollte übrigens lange vorher beginnen, nicht erst, wenn der Druck auf der Blase bereits schärfster Konzentration bedarf, um ein Auslaufen zu verhindern. Das Bett muß wasserdicht werden! Kann man sich auf ein paar Spritzer beschränken, so tun es schon einige Badetücher. Aber wer garantiert schon, daß man in der Erregung nicht doch mehr will?

Am unauffälligsten sind Einlagen, die genau dazu bestimmt sind, Bettnässern zu helfen. Für 60 DM bietet beispielsweise das Versandhaus Quelle derartiges seit Jahren an. Einfach unter das Bettuch spannen - fertig! Kann allzeit bereit dort verbleiben, sodaß man mit einer neuen Flamme spontan experimentieren kann, ohne plötzlich umbauen zu müssen.

Ist man dagegen ein Liebhaber des "solange warten, bis es nicht mehr auszuhalten ist"-Spiels, so könnte dies noch zuwenig sein. Ein Pärchen, jeder Teil mit gut gefüllter Blase, liefert mehr, als Bettuch und Einlage auffangen können. Kurzfristig mag das gehen...aber wenn man sich schließlich ausgetobt hat, könnte der Wunsch, einfach liegenzubleiben, am nächsten Morgen zu langen Gesichtern führen. Und wir wollen ja Genuß ohne Reue!

Zunächst einmal sollten alle Teile der Bettwäsche waschbar sein, damit man sie doch ab und zu wieder in ihren ursprünglichen Zustand bringen kann. Decke und Kopfkissen sollten also nicht aus Daunen, sondern aus Kunststoffasern bestehen - zumindest für Nächte, die feucht werden könnten.

Die Matratze ist prinzipiell nicht waschbar und muß daher geschützt werden. Hier kann noch eine weitere dicke Plastikfolie vorgesehen werden - wer es rustikaler mag, kann sich auch Teichfolie aus dem Baumarkt holen - auch dickere Latex- oder Polyurethantücher sind beliebt. Ebenso wichtig sind aber saugfähige Tücher oder Decken auf der Folie. Denn es kann nie garantiert werden, daß die Folie nicht mal ein Loch bekommt - und außerdem macht es auch wenig Freude, in einer kälter werdenden Pfütze zu liegen. Besonders saugfähig und leicht waschbar sind übrigens Auflagen für Liegestühle!

Das sind aber die Lösungen für besonders wilde Experimente, mit literweise Bier (weniger zu empfehlen, treibt zwar, aber macht blau und mindert den Genuß!) oder anderen Getränken. Doch die Folien machen Geräusche, fühlen sich auch mit zwei Decken darüber kalt an und machen aus dem kuschligen Bett irgendwie eine Porno-Spielwiese. Mittlerweile - und deshalb steht da oben auch "Version 2.0", gibt es jedoch Matratzenschutz für Bettnässer, der tatsächlich dicht hält und trotzdem komfortablen Schlaf erlaubt. Dazu kann man mal bei Ebay nach "Matratzenschutz" suchen, auch Geschäfte mit Kinderbedarf haben meist auch die Größen für Erwachsene parat. Das sind nun Spannbettücher, die innen mit PVC oder Polyurethan beschichtet sind. PVC ist unangenehm, es stinkt und ist ungesund, und es läßt keinerlei Hautfeuchtigkeit durch, was das Klima im Bett unangenehm macht, auch wenn es noch trocken ist. Polyurethan ist nicht nur deshalb reizvoll, weil es aus unserer Spielsubstanz hergestellt wird - Harnstoff! - es ist auch wesentlich angenehmer und kostet nicht viel mehr. Es gibt solche Spannbettücher für Einzel- und Doppelbetten..

Will man nicht, daß die Zu-Decke sich über Nacht vollsaugt, so sollte man auch hier nochmal eine Folie und Zwischendecke vorsehen. Nun kann man auch nachts, wenn man aufwacht und die Blase drückt, was nach längeren Spielereien durchaus noch ein paar Mal passieren kann, wunderschön den Druck an Ort und Stelle ablassen. Morgens dann in dem warmfeuchten Bett aufzuwachen, ist unter Garantie so animierend, daß man mit Vergnügen da weitermachen wird, wo man am Abend aufgehört hatte....

Die Decken gegen Vollsaugen zu schützen, hat auch thermische Gründe: nasse Decken wärmen nicht mehr! Und eine Erkältung wegen nasser Spielereien ist ziemlich überflüssig. Wenn man im nassen Bett liegenbleiben möchte, können es kaum zuviel Decken sein. Wenn es nicht zu extrem ist, also sagen wir mal drei Kannen Tee für zwei liebe Menschen, die danach im Bett gemütlich entspannen und es vor dem Morgen nicht mehr verlassen wollen, dann reicht es auch, eine zusätzliche waschbare Schlafsackdecke zwischenzulegen. Die ursprünglichen Decken werden dann zwar noch leicht feucht, doch das verfliegt geruchlos wieder - es ist dann nur noch Feuchtigkeit. Und damit ist man dann auch schön kuschlig gewärmt.

Die beste Lösung, so man es mag und auch mit dem Energieverbrauch kein Problem hat, ist allerdings ein Wasserbett. Nicht nur, daß hier die Matratze nicht in Gefahr ist (der Rahmen ist allerdings im Originalzustand meist nicht wasserfest und sollte deshalb mit einem geeigneten Anstrich versehen werden und die Elektrik kann auch kritisch sein), nein, das Ambiente ist auch ausgesprochen animierend und hält anschließend auch weiter schön warm. Optimal in Bezug auf Aufwischen der Lachen natürlich die Kombination mit dem sonst sehr ungemütlichen Stein- oder Fliesenfußboden - wer seine Schlafstatt so einrichten kann, wird sich fragen, wie er je mit etwas anderem zurechtgekommen ist...

Keine Sorgen muß man sich übrigens machen, in einem genüßlich verpullerten Bett Ausschlag zu bekommen. Was in Windeln oder feuchten Hosen durch die Reibung und den Druck leicht entsteht, passiert im Bett normalerweise nicht, weil sich die Flüssigkeit frei verteilen kann. Man schläft wunderbar. Probiert es einfach selbst aus, wer zu feige ist, ist selbst schuld. Klar ist natürlich, daß man am nächsten Morgen alles in Ordnung bringen muß, sprich die feuchten Decken auf dem Matratzenschutz abnimmt und zum Trocknen aufhängt und den Matratzenschutz selbst zumindest abtrocknet.Werden die Decken dann nochmal naß, ist am nächsten Morgen dann definitiv Waschen angesagt. Es reicht aber durchaus, alles einfach abzubrausen und nur ab und zu die Waschmaschine zu bemühen. Da die Decken so schnell nicht trocknen, kann man einen zweiten Satz im Wechsel verwenden.

Es ist also mittlerweile wirklich möglich, eine urgemütliche, angenehme Schlafstatt zu haben, die dennoch wasserfest ist und in der man so richtig gemütlich feucht kuscheln, lieben und anschließend einschlafen kann.